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Rundtour durch die Lerchenau
Rundtour Lerchenau: REGSAM informiert über die sozialen Angebote im westlichen 24. Stadtbezirk - hautnah vor Ort Der REGSAM-Arbeitskreis Stadtbezirk 24 West wollte es genau wissen: Deshalb lud die Sprecherin R. Sokola alle REGSAM-Mitglieder wie auch alle Ehrenamtlichen aus dem nördlichsten Stadtbezirk zu einer Erkundungs-Tour durch die drei Stadtteile Lerchenau, Lerchenauer See und Fasanerie mit dem Fahrrad ein.
Mit dem Historiker Reinhard Bauer hatten die Veranstalter einen erfahrenen Führer gewinnen können und wurden von ihm auf der gesamten Strecke fachkundig begleitet.
Zuerst konnten die 20 mutigen Teilnehmer, die bei wechselhaftem Wetter doch gekommen sind, die modernste Küche Münchens im Kindergarten an der Robinienstraße bewundern. Bei Kaffee und Gebäck konnte man mit der Leiterin über den Bedarf an Kindergartenplätzen in der Lerchenau diskutieren und gemeinsam Vorschläge für die Zukunft überlegen.
Das nächste Ziel galt der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge an der Waldmeisterstraße. Dort konnten sich die Mitfahrer ein Bild darüber machen, warum ein reibungsloses Miteinander der Asylbewerber mit der Nachbarschaft möglich ist: Denn die Nachbarnhilfe am Lerchenauer See ist dort schon seit der Eröffnung sehr aktiv. Sie unterstützt die Bewohner der Containeranlage in jeder Lebenslage. Ob man mit den Behörden was klären muss, ob man statt Essenspakete für Essensgeld kämpft, oder mit den Kindern die Hausaufgaben macht - die Dutzend Ehrenamtlichen engagieren sich mit vollstem Einsatz. Erst vor kurzem wurden einige Vereinsmitglieder für ihr außergewöhnliches Engagement mit der „Pater-Rupert-Mayer"-Auszeichnung geehrt.
Danach konnten sich die Teilnehmer im Vorgarten der St. Agnes Kirche bei einem Glas Limo erholen und dabei den neuen Bürgerverein Lerchenau, den der Vorsitzende, Dieter Tesch vorstellte, kennen lernen. Auch über die Kirche, die den Lerchenauer Bewohnern quasi als Bürgerhaus dient, haben sich die interessierten Radler informieren können.
Weiter ging es quer über die Lerchenauer Straße um den See herum zu der Jugendfreizeitstätte „Lerchenauer". Dort können sich die Kinder ab 5 und Jugendliche bis 19 Jahren aus dem täglichen tollen Programm das Passende, wie Basketball, Basteln usw. auswählen. Lieblingsraum der Jugendlichen ist der schöne Discoraum im Keller, den man auch privat mieten kann.
Gleich neben an in der evangelischen Kapernaumkirche wartete Pfarrer Ulrich Leser. Seinem Vortrag konnten die Zuhörer seine Begeisterung für sein neues Gemeindezentrum entnehmen. Auch die Nachbarnhilfe hat über Ihre jahrelange Erfahrung in der Altenbetreuung und -pflege berichtet. Sorgenvoll schauen alle in die Zukunft, denn auch die Patienten, wie auch der Verein sind von den gesetzlichen Kürzungen sehr betroffen.
Das letzte Ziel war die Besichtigung der Klinik „Fasanenhof" am Blütenanger. Dort wurde die sportliche Gruppe von der Sozialpädagogin Nüsslein mit einer Erfrischung begrüßt und von ihr das Haus vorgestellt. Dabei konnten die Teilnehmer erfahren, dass im Haus ca. 40 drogen- und alkoholabhängige Jugendliche wohnen, die schon eine Entziehungskur hinter sich haben und motiviert sind, weiterhin „clean" zu bleiben. Dort werden die früheren Abhängigen behutsam auf das Leben nach „Draußen" vorbereitet, um nach ca. 4-6 Monaten selbständig ein eigenes und neues Leben starten zu können. Die Therapieräume, wie auch die Werkstatt wurden vorgestellt. Alle Teilnehmer waren von den hellen Räumen und der freundlichen Atmosphäre sehr angetan und fuhren mit bleibenden Eindrücken nach Hause.

